Einhausung Straßenüberführung Hochfeldstraße

ProjektnameEinhausung
AdresseHochfeldstraße
Augsburg
AuftragsartStahlbauarbeiten
AuftraggeberDeutsche Bahn Netz AG
PlanungDeutsche Bahn Projektbau GmbH
AusführungAssner
Von Samstagabend 19:00 Uhr bis Sonntagfrüh 6:00 Uhr wurde in der Hochfeldstraße eine 9 Tonnen schwere Einhausung des Treppenabganges zu den Bahngleisen mittels eines Autokranes und zwei Mobilkränen installiert. Die Einhausung schützt Passanten vor den Hochspannungsleitungen der Bahn.

Ohne Einhausung war kein Treppenabgang möglich

"Eingewiesenes Personal darf sich nur auf eineinhalb Metern der Oberleitung nähern." so die Objektüberwachung der Deutschen Bahn. Es besteht die Gefahr von Funkensprüngen, Zivilpersonen müssen einen noch größeren Abstand einhalten. Deshalb muss der Bahnabgang der Hochfeldstraße rundum geschützt sein, eine sogenannte "Einhausung" errichtet werden. Die Gefahr ist zu groß, dass Leichtsinnige mit Regenschirmen oder anderen Gegenständen zu nahe an die 12.000 Volt-Leitungen kommen: mit einer Einhausung des Treppenabgangs besteht für Zivilpersonen keine Gefahr mehr.
Es gab an der engen Brückenstelle baulich keine Alternative, so auch der Bauleiter Herr Bernhard Assner des Bauunternehmens Assner in Landsberg. Nach Montage der Einhausung werden Treppen und Schutzgläser installiert, dann ist der Abgang endlich passierbar.

15.000 Volt: "Ohne Spannung"

Ein Erdungstrupp der Deutschen Bahn überprüft mittels Spezialgeräten die 15.000 Volt starke Oberleitungen: "Ohne Spannung", die Leitungen werden sicherheitshalber vorschriftsmäßig geerdet. Die gesamte vierspurige Bahnstrecke zwischen Augsburg und München ist jetzt ohne Strom, keine Züge dürfen mehr verkehren: "gesperrt".
Nahezu zeitgleich Kommandos, Zurufe, Funksprüche aufseiten des allein verantwortlichen und koordinierenden Bauunternehmens Assner aus Landsberg.

Montage der Einhausung

Der Motor des 300 Tonnen Autokranes brummt los, der über 30 Meter lange, im Dunkel der Nacht verschwindende Tragarm setzt sich in Bewegung. Ein bereits seit 20 Uhr vorgefertigter Stahlrahmen schwebt nun über die Gleise, Zentimeter um Zentimeter an kurz zuvor noch 15.000 Volt starken Oberleitungen vorbei. Die seitlich auf Gerüsten vorgefertigte 9 Tonnen schwere Einhausung wird an dem Stahlrahmen von der mehr als 30-köpfigen Mannschaft installiert. Alle wissen um Ihre Aufgaben, das Prozedere ist genau einstudiert. Die 9 Tonnen schwere Last schwebt schließlich Zentimeter um Zentimeter zwischen den Bahn-Oberleitungen an seinen vorgesehenen Platz, wird in der Höhe ausgerichtet und schließlich um circa 3 Uhr mittels zwei Mobilkränen die Befestigungen der Traversen gelöst, die Männer schweben in Gondeln durch die Luft, es hämmert.

Alles passiert mit Routine und Konzentration, trotz engem Zeitrahmen und nächtlichem Einsatz: "Morgen früh um 6:00 Uhr müssen die Züge wieder fahren können" hört man völlig selbstverständlich auf Nachfrage von der Bauleitung des Unternehmens Assner.